Dâse

Es ist bezeichnend, dass während Toklun vor den Masken zittert, Evalon von eben diesen regiert wird.

Doch tief waren die Wunden der Edia. Und so zogen sie sich in ihre Sphären zurück um zu rasten. Und so stehen seither die Hallen der Edia verlassen und erwarten deren Rückkehr.

Nerresha war ein Narr. Er stieg hin in die Gewölbe, die unter Halcazês Ganîm liegen. Er hat gesehen was dort liegt. Doch wie ein verängstigtes Kind wandte er sich ab und floh.

Zuerst war das Nichts.
Doch dann kamen die alten Götter und schufen die alte Welt.

Ein Tor — nein kein Tor kann so gewaltig sein — ein Portal — groß genug für einen Riesen — mächtig genug für einen Gott. Was ich sah war nicht von dieser Welt.

Lasst uns Kadies als den toklunschen Helden in Erinnerung behalten der er war und nicht als das Monster zu dem er dabei geworden ist.

Das Feuer sei deine Pforte Anelub. Das Licht des gefallenen Sterns soll dir den Weg weisen in dein neues Zuhause.

Zu alt waren jedoch die Schatten und kein Namen begriff sie. Kein Volk schaffte es sie seinem Willen zu beugen.

Aber Shorovalahim verband Barsia mit Dâse auf dass die Seelen der Toten den Weg in sein Reich fänden. Zwei Tore erschuf er an verborgenen Winkeln der Welt. Eines gehauen aus schwarzem Stein und eines geschmiedet aus schwarzem Stahl. Verborgen, auf dass sie nur von den Toten gefunden werden können.

So gaben die Völker Dâses die Schatten die seit jeher in den Gedärmen der Welt geschlafen hatten Namen und riefen diese um ihnen zu dienen.

Tagelang irrte ich über die Ebenen. Der Nebel war so dicht, dass ich meist nicht meine Hand sehen konnte, wenn ich den Arm ausstreckte. Das ständige Zwielicht zeichnete Phantome und Irrlichter in die Nebelschwaden und bald hörte ich Stimmen die mich lockten, verhöhnten, nach Hilfe flehten und mich nicht mehr in Ruhe ließen — gleich ob ich meine Ohren mit Wachs verstopfte oder versuchte mich in den Schlaf zu fliehen.

Als ich am Ende meiner Kräfte war und beinahe den Glauben an meine Sinne gänzlich verloren hatte verstimmten die die Stimmen. Vor mir sah ich einen Schatten der sich aus den zwielichtigen Nebeln erhob — so gewaltig dass es mich ängstigte. Als ich näher kam erkannte ich, dass es sich dabei um eine Kette handelte — so gewaltig als wäre die Welt selbst daran befestigt. Nur wenige Schritt dahinter schien es als würde die Welt enden. Der Boden fiel nach unten als hätte ein Riese ihn abgeschnitten. Vor mir lag nichts als eine weiße Leere in der sich der Schatten der Kette verlor.

Ich hatte keinen Zweifel, dass ich gefunden hatte was ich suchte: Malach Thoa.

Eine Halle in der nur Tote sitzen nennt man ein Mausoleum. Würdet ihr Hilfe aus einem solchen erflehen?

Aber was wenn Calzemar Banaban nicht hinrichten ließ um die Götter zu besänftigen, sondern weil er Angst hatte vor dem was dieser vielleicht gesehen hatte?

Lasst Elonderdat das Urteil fällen. Tötet diese Tarrantel die Wespe so sollst du frei sein Anelub.

Aber bedenkt Aselen. Fürst Sabhan konnte weder von seinem Burggraben noch von seinem Turm vor den Masken gerettet werden.

Die Zeit kann nicht alles verschlingen! Seht ihr denn die Zeichen nicht? Die Vögel schreiben es in den Himmel, die Würmer flüstern es aus der Erde. Die Flamme wird das Licht zu Tode frieren. Die Kröte wird sein verborgenes Maul öffnen und daraus werden die toten Meister hervor kriechen. Wieso seht ihr es nicht? Wieso seht ihr es nicht? Seht wie das Licht die Antworten vor euch verbirgt! Seht wie die Schatten eure Ohren verschließen Der Heiler war ein Lügner, der Dieb wollte für euch Wahrheit stehlen. Warum seht ihr es nicht. Ich kann es sehen. Das Licht! Das Licht ruft nach mir! Sie haben mich gefunden! Niemand vermag sich ihr zu entziehen! Nur einer! Nur Er. Er hat es geschafft den Lügen der Sterbenden zu widerstehen. Es ruft nach mir! Ihr Narren es ist hier! Es ist hier!

— Die letzten Worte von Ban Banaban als er wegen Ketzerei auf dem Scheiterhaufen hingerichtet wurde

An dem Tag an dem Ihr einen Fisch aus einem Brunnen zieht wird eure Zeit gekommen sein Aselen.

Lassen wir das Glück entscheiden. Ist Euer Wurf höher so soll euch mein Schaf gehören. Aber siegt mein Wurf so erhalte ich euren Apfel.

— Die Geschichte vom Schafsdieb und dem Wunderheiler

Es hieß Calzemar habe eine Schildkröte gesehen, welche das Mal des Chaos trug, als er die Brücke nach Beselen überquerte.

Daraufhin hat er die gesamte Stadt niederbrennen lassen.

Diese monströsen Fledermäuse sind der Schrecken der Schafshirten der Arimischen Mark.

Dein Schaf von dir geht,
sieht es den Fuß von Rasaleth

Kyph van Fay ist ein Schwätzer der die Wahrheit nicht im Wege einer guten Erzählung stehen lässt.

Ich habe es immer für eine Schmähung gehalten dass man sagt Anaminiun sei die prächtigste von Schafen und Pferden errichtete Stadt die es gibt. aber jetzt wo ich sie mit meinen eigenen Augen gesehen habe bin ich mir nicht mehr so sicher.

— Kyph van Fay

Avryllas Prunk liegt nicht in den Goldklumpen oder den hühnereigroßen Edelsteinen die dort gehandelt werden. Aus einfachen Felsen schufen die Alben Kunstwerke die in ihrer Pracht dem Glanz aller Kristalle ebenbürtig sind.

— Kyph van Fay

Asmeron, so sagt mir wieso ich jemand in meine Dienste aufnehmen sollte der den Beinamen ‘der Blender’ trägt.

— Herzog Olun Peran

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