Feuergras

Notizen

Diese garstige Pflanze ist von niemand so recht geliebt - schon garnicht, wenn er schon einmal mit bloßer Haut Berührung mit den rauhen Halmen gemacht hat. Selbst von so gut wie allen Tieren wird dieses Gras als Nahrung verschmäht. Dies liegt an den rauhen Kanten der Halme, welche bei Berührung sofort einen schmerzhaften Ausschlag verursachen. Schon nach ein bis zwei Stunden läßt der Schmerz jedoch nach und nach spätestens einem Tag ist zumeist von der Berührung mit dem Feuergras keine Spur zurückgeblieben.

Aussehen

Das orange-bräunliche Gras wächst in Büscheln von bis zu einem Schritt Durchmesser. Seine einzelnen Halme sind fest und erinnern entfernt an Stroh. Sie wachsen bis zu einer Höhe von etwa einem halben Schritt nahezu senkrecht nach oben. Durch ihre Festigkeit lassen sich die Halme nur geringfügig biegen und knicken in der Regel nicht. Die seiten der Halme sind rauh und können sogar kleinere Schnittwunden verursachen.

Wenn man einen Feuergrashalm zerreißt, macht dieser auch von innen einen vertrocknetten Eindruck. Selbst in einer kompletten Pflanze findet man nur sehr wenig Flüssigkeit.

Die Wurzeln einer Feuergraspflanze reichen nur etwa eine Handlänge in den Boden und sind sehr fein.

Verwendungszwecke

Von Alchemisten und Kreuterkundigen wird das Feuergras hoch geschätzt, da sich aus ihm ein zwar beißender, aber nichts desto weniger äußerst wirksamer, desinfizierender Sud zubereiten läßt. Da so gut wie überall zu finden und damit billig, wird Feuergras oft von Bauern und anderer niederer Bevölkerung als Desinfektionsmittel für Wunden von Heilern gekauft.

In den betuchteren Rängen der Bürger gilt das Feuergras deswegen auch als Bauernkraut und wird auch wegen seiner unangenehmen Nebenwirkung gemieden. Hier gelten Frostblatt, Fansenwurz oder gar Engelsträne als zur Wundbehandlung geeignete Kräuter.

Neben seiner medizischen findet der Feuergrasextrakt aber auch noch eine völlig andere Verwendung. Nur eine Winzigkeit dieses Extrakts läßt fast jedes Auge - ob Mensch, Tier oder Ungeheuer - unter furchtbaren Schmerzen vorübergehend erblinden. Ein jeder Alchimist der nur ein wenig von seinem Fach versteht, weiß aus Feuergras und wenigen anderen Zutaten schon eine Flüssigkeit zuzubereiten, deren beißender Hauch eine kleine Gruppe von Menschen aufzuhalten vermag. Ein Meister seines Fachs dagegen mag im Stande sein, aus den gleichen Zutaten den gefürchteten Ganbanischen Nebel zuzubereiten.

Verbreitung

Toreia

Feuergras ist auf Toreia, besonders auf den Steppen der Südlichen Lande beheimatet. Dort findet man es durchgehend und in dicken Büscheln und teilweise sogar flächgigen Grasflecken. Auch in der Arimischen Mark und an der Lilienküste, findet man selten kleine Büschel dieser Pflanze.

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