Schwertmagier

Notizen

Einst soll ein toklunischer Krieger in höchster Not und aus purer Verzweiflung eine arkane Formel geflüsstert haben, auf daß die Feinde von welchen er umzingelt war, zerschmettert werden sollten. So fuhren die arkanen Künste in sein Schwert und es gelang ihm mit deren Hilfe, gegen die gewaltige Übermacht zu triumphieren. So entstanden die Schwertmagier - wenn man dieser Erzählung Glauben schenken mag.

Wahr ist jedoch, daß die Gruppe der Schwertmagier zwischen den Kriegern und den Magiern anzusiedeln ist. Sie sind in der Regel hervorragende Schwertkämpfer und gleichzeitig verfügen sie über das Wissen um sich die Magie zunutze zu machen. Diese Art von Magie, unterscheidet sich jedoch völlig von der sonst in Toklun gelehrten Zirkelmagie oder Elementarmagie. Zum einen ist ein Schwertmagier bei der Ausübung seiner Magie immer auf sein Schwert angewiesen und zum Anderen ist die Magie eines Schwertmagiers nur selten direkt offensiver Natur. Vielmehr erlernen die meisten Magier der Klinge Zauber, welche sie selbst schützen, oder stärker machen.

Das Schwert eines zukünftigen Schwertmagiers wird unter Anwendung vieler Rituale und Formeln über Tage hinweg geschmiedet. Die Geheimnisse um diese Kunst sind wohl gehütet und werden nur von Meister zu Schüler weitergegeben. Man vermutet aber, daß beim Schmieden ein Band aus purere Magie zwischen der Seele des Schwertmagiers und dem Schwert geknüpft wird, welches von nun an das Schicksal beider untrennbar verbindet. So weicht das Schwert eines Magiers der Klinge vom Tag seiner Vollendung an nichtmehr von der Seite seines Trägers und kann nicht zerstört werden, solange sein Träger noch unter den Lebenden weilt. Erst mit dem nahenden Tod des Schwertmagiers wird die Klinge dann stumpf und bricht schließlich sobald der letzte Atem den körper seines Trägers verläßt. Die Tradition verlangt es, daß Träger und Schwert auch nach ihrem Tod nicht getrennt werden und gemeinsam beerdigt werden.

Ausbildung

Wer selbst ein Magier der Klinge werden will, muß einen Meister finden, welcher ihn in die Künste und Geheimnisse einführt, welche einen Schwertmagier ausmachen. Meist nehmen Meister nur Schüler an, welche das 12. Lebenjahr noch nicht überschritten haben.

Die Tradition verlangt es, daß eine Ausbildung zwei und sieben Jahre dauert. Die zwei ersten Jahre, lehr der Meister seinen Schüler den Schwertkampf und unterwirft ihn unzähligen Prüfungen um seine Eignung festzustellen. Erweist sich der Schüler so als geeignet und würdig, beginnt ihn sein Meister in die eigentlichen Lehren der Magie der Klinge einzuweisen. Sobald der Meister seinen Schüler nun für bereit hält - generell etwa nach 1 Jahr, beginnt das Ritual der Schmiedung.

Da der Lehrling nun seine ureigene Klinge geschaffen hat, was als das Bestehen der letzten großen Prüfung gilt, beginnt an dieser Stelle die abschließende Ausbildung. Nun vertraut der Meister seinem Schüler all sein Wissen an und bereitet ihn auf seinen eigenen Weg im restlichen Leben vor.

Die Magie der Schwertmagier

Die Magie der Klinge zählt weder direkt zur Zirkelmagie noch zur Elementarmagie. Sie ist so etwas wie eine kleine eigenständige, 'wilde' Art von Magie, deren Wirken vorallem aus Symbolen, Gegenständen und Totems heraus ensteht. Auch ist sie auf den ersten Blick nicht sonderlich abwechslungsreich oder mächtig, da sie einzig und allein dazu dient, dem Herrn des Schwertes einen Vorteil im Kampf zu verschaffen. Dies ist der Grund warum Schwertmagie von den Magiern des Zirkels und der Elementarmagie gleichermaßen eher als untergeordnet angesehen wird. Wer sich jedoch näher mit dieser Art der Magie auseinandersetzt, der wird entdecken, daß die Magie der Klinge sehr facettenreich und vielseitig ist. Sie mag zwar größtenteils offensiver Natur sein, dennoch überrascht sie auch durch den einen oder anderen passiven Zauber, den man so nicht erwarten würde und der so sogar noch wirkungsvoller wird. Elementarschutzzauber sind weit verbreitet und stellen neben passiven Heilzaubern nur einen kleinen Ausschnitt dar. Ein Punkt den die Magie der Klinge jedoch unumstritten mit den beiden großen Magiearten gemein hat, ist das ständige Streben nach Verbesserung. Ein Schwertmagier wird so im Laufe seines Lebens unzählige Rituale und andere Verzauberungen durchführen um die Macht seiner Waffe zu steigern.

Zitate

"Lasse niemals die Klinge eines Schwertmagiers aus den Augen. Selbst wenn du sie in der Hand hältst, weißt du nicht in wessen Herz sie am Ende steckt."
-- Kriegerspruch

"Als dann der Mann von drei Raubolden umzingelt wurde, wartete ich nur noch darauf, daß es ein schlimmes Ende mit ihm nehmen würde. Doch noch bevor ich mich versah, war der erste von einem Blitz erschlagen und der Zweite viel dem Dolch des vermeintlich unterlegenen zum Opfer, während sein Schwert hinter seinem Rücken - ohne sein Zutun - den Dritten enthauptete."
-- Aus den Berichten von Kyph van Fay

Rollenspielhinweise

  • Schwertmagier sollten Mali erhalten, sobald sie feste Körperrüstung tragen.
  • Schwertmagier sollten Mali erhalten, sobald sie neben ihrem Schwert noch andere Waffen oder Schilde führen.

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